
Bei herrlichem Sonnenschein erlebte der fünfte Kräutererlebnismarkt am 1. Mai im Kloster Altenberg bei Oberbiel einen regen Zuspruch. Rund 800 Besucher aus nah und fern hatten ihren Maiausflug in das jahrhunderte alte Gemäuer verlegt.
Auf Einladung der Königsberger Diakonie und der Agentur Kulturconsult (Wettenberg) präsentierten sich rund um das Kloster mehr als 20 Stände vor allem mit Kräutern und Pflanzen. Das Angebot reichte aber weit über Kräuter hinaus. Seifen mit Kräutern über Marneladen, Käseprodukte, Liköre, Salben und Cremes, Schmuck, Korn- und Kernkissen, Gewürzen, Öle sowie Holzkunstwerke und Schmuck, Patchwork, Honig sowie Hüte fanden ihre Abnehmer. Ein Kettensägenschnitzer, ein Drechsler und ein Möbelschreiner stellten ihre Werk aus.
In Seminaren konnten die Besucher ihre Wissen über Kräuter und Pflanzen erweitern. Gesundheitsberaterin Petra Mockenhaupt (Gießen) informierte zum Thema „Einfach(er) gesünder, gesund bleiben – gesund werden“. Beatrix Weisel bot eine Kräuterführung durch das Kloster an. Bereits die mitteralterlichen Mönche und Nonnen kannten die heilende Wirkung von Kräutern und deren Einsatz in der Küche. Der Leiter der Naturheilkunde-Tagesklinik Marburg, Dr. Bernhard Weber informierte über neue Erkenntnisse seines Fachgebietes.
Auch die Kloster Altenberg gGmbH brachte sich in die Gestaltung des Marktes ein. Der Geschäftsführer der gGmbH, Rechtsanwalt Andreas Voigtländer-Tetzner, hatte Anzug und Krawatte gegen die Kochschürze eingetauscht. Mit der Grillzange stand er am Bratrost und versorgte die Gäste mit Würstchen. Die Königsberger Diakonie stellte sich mit kulinarischen Ständen den Besuchern vor. So gab es Kaffee und Kuchen und viele weitere Speisen an einem Stand. Dabei waren die Auszubildenden der Hauswirtschaft im Einsatz. Der Erlös der Aktionen der gGmbH dient dem Erhalt des Klosters. Pfarrer Jürgen Pabst hatte am Morgen einen Gottesdienst in der Klosterkirche gestaltet, zu dem sich zahlreiche Besucher spontan einladen ließen.