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Altenpflege: Fort- und Weiterbildung

Die Pflege alter Menschen stellt hohe Anforderungen an die pflegerischen, psychologischen und sozialen Kompetenzen der Pflegekräfte. Die in Heimen lebenden Menschen leiden oft an mehreren Krankheiten gleichzeitig, wie auch an schweren Formen der Demenz. Damit Pflegekräfte ihre Arbeit fachgerecht ausüben können, bedarf es ständiger Fort- und Weiterbildung. Deshalb die Königsberger Diakonie einen eigenständigen Bereich „Fort- und Weiterbildung“ gegründet, der von der Diplom-Sozialpädagogin Andrea Frank-Böckel geleitet wird. Eine Pflegefachkraft müsse in der Lage sein, sowohl medizinische Behandlungspflege als auch sozialpflegerische und psychiatrische Betreuung selbständig und im Zusammenwirken mit anderen Berufsgruppen umzusetzen. Dabei seien die formalen Ansprüche an Planung und Dokumentation stark gestiegen. Pflege erfordere eine differenzierte kontinuierliche Weiterentwicklung, um den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden, so Frau Frank-Böckel. Seit 1974 werden junge Frauen und Männer als Altenpfleger oder Altenpflegehelfer ausgebildet.
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Die Altenpflegeschule der Königsberger Diakonie wolle diese Entwicklung aufgreifen und habe deshalb entsprechende Angebote entwickelt. Derzeit läuft die erste Weiterbildung für „Betreuungskräfte in Pflegeheimen“. Mit dem Inkrafttreten des Pflegeerweiterungsgesetzes 2008 haben Menschen mit Demenz Anspruch auf eine Alltagsbegleitung. Hierdurch können vollstationäre Pflegeeinrichtungen Mitarbeiter als zusätzliche Betreuungskräfte für demenziell erkrankte Menschen einstellen. Der Gesetzgeber schreibt hierbei den Nachweis einer entsprechenden Schulung von 160 Stunden vor. Der Kurs erstreckt sich sowohl über theoretische Schulungseinheiten als auch über praktische Erfahrungen im Pflegealltag. Die Unterrichtsinhalte beziehen sich nach Angaben der Diplom-Sozialpädagogin auf die Themen Krankheitslehre, insbesondere Demenz, Grundlagen der Kommunikation und Konfliktregelung, rechtliche Grundlagen sowie Ideen zur sinnvollen Alltags- und Freizeitgestaltung. 

Des weiteren ist eine Weiterbildung mit 14 angehenden Wohnbereichsleitern gestartet Die Teilnehmer lernen, wie man einen Wohnbereich organisiert, Abläufe regelt, Dienstpläne schreibt, eine hochwertige Pflege etabliert, mit Angehörigen zusammenarbeitet und dabei möglichst noch die Kosten im Auge behält und ein hohes Qualitätsniveau sichert. Dieser Kurs umfasst 480 Theoriestunden.

Weitere Kursangebote widmen sich der Behandlung von Menschen mit chronischen Wunden sowie an Praxisanleiter in der Altenpflege. Weitere Informationen und Kontakt: Altenpflegeschule der Königsberger Diakonie, Frau Andrea Frank-Böckel., Robert-Koch-Weg 4b, 35578 Wetzlar, Tel. 064 41/206-217, Fax 064 41/206-220, E-Mail: a.frank-boeckel@koenigsberdiakonie.de

Erstellt am 20.10.2010 von Lothar Rühl
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