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Käthe Grundtner seit 50 Jahren Diakonisse

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Katharina Grundtner, vielen nur als Schwester Käthe bekannt, hat ein selten gewordenes Jubiläum. Seit 50 Jahren ist sie Diakonisse bei der Königsberger Diakonie. In einem Gottesdienst im Haus Königsberg würdigte der Theologische Leiter, Pfarrer Jörn Contag, die Jubilarin.

Schwester Käthe wurde im Juli 1932 in Schunkern im Kreis Gumbinnen in Ostpreußen als eines von drei Kindern des Landwirts Albert Grundtner und seiner Frau Anna geboren. In Gumbinnen besuchte sie die Schule bis zum 7. Schuljahr. Zwei Mal musste die Familie im Weltkrieg fliehen. Zunächst führte ihr Weg nach Pommern, später nach Westdeutschland. Dort wurde die Familie getrennt, der Vater arbeitete im Emsland bei einem Bauern. Katharina Grundtner lebte zunächst in der Nähe von Köln, wo sie den Schulabschluss nachholte.

Weil sie in verschiedenen Sektoren lebten, in die Deutschland nach dem Krieg aufgeteilt war, dauerte es eine Weile, bis Katharina zu ihrem Vater nach Papenburg konnte. Dort hat sie dann ebenfalls in der Landwirtschaft mitgearbeitet. Ihre Tante Luise Rammoser schlug ihr vor, doch in die Königsberger Diakonie einzutreten. Am 22. Dezember 1956 reiste sie auf den Altenberg, um im dortigen Mutterhaus mit 15 weiteren jungen Frauen als Probeschwester zu beginnen. Hier war sie als Helferin auf der Schwesternstation eingesetzt. Von 1958 bis 1961 absolvierte sie im Wetzlarer Krankenhaus an der Frankfurter Straße eine Ausbilung. Am 18. Mai 1961 wurde Schwester Käthe im Rahmen des Jahresfestes als Diakonisse eingeführt. Am 5. September des gleichen Jahres schloss sie ihr Krankenpflegeexamen ab. Bis 1983 hat sie im Wetzlarer Krankenhaus gewirkt. Als die Klinik umzog in die Forsthausstraße gehörte sie als Stationsschwester zum festen Personal. 1983 ging sie nach einer längeren Krankheitszeit ins Mutterhaus auf den Altenberg, wo sie noch geringfügig Pflegedienst auf einer Station übernahm. Seit Ende Juli 2000 lebt sie als sogenannte Feierabendschwester im Ruhestand. Im September 2009 gehörte Schwester Käthe zu den letzten Schwestern, die den Altenberg verlassen haben. Seitdem lebt sie im Haus Elisabeth auf dem Gelände der Königsberger Diakonie in Wetzlar.

Erstellt am 09.05.2011 von Anja Becker
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