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Meisterkurs-Schüler geben Konzert

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Seit etwa 20 Jahren kommt die Lübecker Musikprofessorin Maria Egelhof auf den Altenberg, um Talente an der Violine für eine Woche weiterzubilden. Auch in diesem Jahr hatte sie 14 Schüler und Studenten um sich versammelt, die danach streben, ein hohes musikalisches Niveau zu erreichen. Den Meisterkurs hat sie gemeinsam mit dem Ersten Violinisten des NDR-Sinfonieorchesters, dem Holländer Radboud Oomens geleitet. Begleitet wurden die Musiktalente von der weißrussischen Klavierspielerin Irina Kolesnikova, die an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg sowie am Hamburger Konservatorium tätig ist.

Zum Abschluss ihres Meisterkurses präsentierten die jungen Musiker, die meist zwischen 18 und 21 Jahre alt sind, was sie in der Woche erarbeitet haben. Zu dem Konzert konnte Pfarrer i. R. Dieter Nebeling von der Königsberger Diakonie über 100 Besucher in der Annenkapelle des Klosters Altenberg begrüßen.



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Entstanden war der Kurs zrsprünglich für Nachwuchsmusiker aus Armenien, erinnert sich Prof. Egelhof. Damals arbeitete sie als Assistentin von Prof. Yfrah Neamanam in Mainz, wo sie an der Universität auch als Lehrbeauftragte tätig war. Die damals bestehende Hessische Gesellschaft für Ostbeziehungen machte auf das Kloster hoch über der Lahn als idealen Ort für die musikalische Förderung aufmerksam.

Zu dem intensiven Training eingeladen werden keine Anfänger sondern fortgeschrittene Geiger. Zu den Ausnahmetalenten gehörte auch die Siegerin im Bundeswettbewerb 2010 von „Jugend musiziert“, Anite Stroh aus Hamburg. Die 15-Jährige hat bereits in jungen Jahren viele Preise national und international eingeheimst. 2005 wurde sie mit 9 Jahren Jungstudentin bei Prof. Egelhof. Mit zehn Jahren gab sie ihr erstes Solokonzert. Schon mit 5 Jahren hatte sie beim Wettbewerb Jugend musiziert in Hamburg den ersten Preis errungen. Seitdem ist sie jedes Jahr in diesem Wettbewerb in verschiedenen Kategorien erfolgreich. Die Tochter einer musikalischen Familie glänzt nicht nur als Geigerin, sondern auch als Pianistin und Akkordeonistin. Auf dem Altenberg präsentierte sie ohne Klavierbegleitung vier Teile aus der Sonate Nr. 2 in a-Moll, Opus 27 Nr. 2 des belgischen Komponisten Eugène Ysaÿe (1858-1931).

Als jüngste Teilnehmerin hatte die 14-jährige Jana Rodenhagen das zweieinhalbstündige musikalische Ereignis mit dem Scherzo Tarentelle des polnischen Komponisten Henryk Wieniawski (1835 – 1880) eröffnet. Prof. Maria Egelhof führte in kurzen Worten in die klassischen Werke ein, so dass die Zuhörer eine geschichtliche oder musikalische Orientierung erhielten. Wetitere Stücke stammten von Ludwig van Beethofen, Anton Dvorak, Joseph-Maurice Ravel und Johnnes Brahms. Der geistlichen Stätte Tribut zollten die Geiger mit zwei des kirchlichen Komponisten Johann Sebastian Bach. Aus seiner Ostersonate Nr. 2 in a-Moll „In Christus sterben wir“ stammte ein besonders dargebrachtes Stück, das von Woojung Choi, Barbara Hefele, Patricia Hevicke und Joohyun Park gemeinsam vorgetragen wurde. Ommens erläuterte, dass man im Orchester normalerweise darauf hinarbeite, dass die Geiger zumindest zu beginn den gleichen Ton treffen. Er habe die Bach-Solosonate ausgewählt, um den Violisten die Kunst des simultanen Spielens beizubringen. Hierbei komme es auf die Intonation ebenso exakt an wie auf den zentimeter genauen Strich des Bogens.

Erstellt am 30.07.2010 von Christel Bielski
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