
Das vor einem Jahr in Dienst genommene Seniorenzentrum Hüttenberg ist rundum ausgelastet und erfreut sich in der Bevölkerung großer Beliebtheit. Dieses Resümee haben die drei Betreiberorganisationen gezogen. Das Haus wird von der Gewobau Wetzlar, der Evangelischen Kirchengemeinde als Träger der Diakoniestation und der Königsberger Diakonie (Wetzlar) betrieben. Im September 2009 war das Zentrum bei Baukosten von rund acht Millionen Euro durch den hessischen Familienminister Jürgen Banzer (CDU) eingeweiht worden. Das Seniorenzentrum vereinigt mehrere Einrichtungen in einem Haus. Die Königsberger Diakonie hat darin einen Pflegebereich mit 40 Plätzen. Die Gewobau hat 25 Wohnungen für Ein- und Zweipersonenhaushalte darin eingerichtet. Seit Anfang 2010 ist auch die Diakoniestation Hüttenberg von Rechtenbach nach Hochelheim umgezogen. Zudem wurde in dem Gebäude als bauliche Mitte ein Begegnungszentrum für die Hüttenberger Bürger geschaffen.

Reinhard Hahn von der Gesellschaft für Wohnen und Bauen, kurz Gewobau, ist zufrieden, mit dem Seniorenzentrum. In dem einen Jahr habe sich das Miteinander der verschiedenen Partner gut eingespielt. Von den 25 Wohnungen im Haus werden acht öffentlich gefördert, so dass Personen mit Wohnberechtigungsschein dort einziehen können. Allerdings sind derzeit alle Wohnungen belegt. Ein Plus für die Mieter sei das Angebot im Begegnungszentrum. Nur wenige Schritte aus ihrer Wohnungstür heraus könnten sie in direkter Verbindung das Begegnungszentrum betreten und an den dort angebotenen Veranstaltungen teilnehmen.
Auch die Königsberger Diakonie meldet „Belegung hervorragend“. Laut Heimleiterin Eva Steinmetz ist der Pflegebereich stark ausgelastet und nachgefragt. Bislang hätten schon manche Absagen erteilt werden müssen. Derzeit sei die Königsberger Diakonie auf der Suche nach haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern in der Pflege und Betreuung. Im April hatte die Königsberger Diakonie in ihrem Bereich ein 2,60 Meter großes buntes Kreuz aus Acryl-Glas anbringen lassen. Gestaltet wurde es von der Künstlerin Manuela Feister. Kunst ist auch derzeit in den Räumen des Pflegebereichs zu sehen. Erstmals wurde Mitte August eine Ausstellung mit Werken von Jens Schmidt (Volpertshausen) eröffnet. Er zeigt von ihm erstellte und bearbeitete Fotografien auf Fotopapier mit Aluminiumemulsion. Die 14 Bilder haben einen kirchlichen Bezug. Es handelt sich um Darstellungen von Kirchenorgeln aus verschiedenen europäischen Ländern und andere sakrale Objekte. Die Ausstellung ist noch bis Ende Oktober zu sehen.

Angela Zimmermann vom Begegnungszentrum zeigt sich ebenfalls zufrieden von der Resonanz der Hüttenberger. Rund 400 Bürger haben nach ihren Angaben den ersten Tag der offenen Tür im Oktober letzten Jahres genutzt, um sich das Haus anzuschauen, das aus drei Gebäudeteilen besteht. Jüngster Höhepunkt war das Sommerfest, an dem erneut zahlreiche Hüttenberger mitgefeiert haben. Jeden Dienstag verbindet eine Andacht Bürger aus den Ortsteilen mit den Mietern und den Bewohnern des Pflegebereichs. Evangelische ubd katholische -kirche sowie Gemeinschaften und Freikirchen beteilen sich an der Gestaltung, „Die Bewohner unterstützen sich gegenseitig wo immer es geht“, ist die Leiterin der Begegnungsstätte begeistert. Rege Teilnahme registriert sie bei den von Brigitte Weiß angebotenen Spielenachmittagen. Die Senioren sind so begeistert dabei, dass sie oft kein Ende finden können. Ortsansässige Chöre, Mundartprofis und geübte Geschichtenerzähler tragen in regelmäßigen Abständen dazu bei das gesamte Seniorenzentrum mit Leben und Lebensfreude zu füllen. Auch Altbürgermeister Hans Schmidt gehört zu den regelmäßigen Besuchern und beteiligt sich am Programm.
Kooperationsveranstaltungen mit den Kindergärten und der Grundschule Hochelheim bringen Jung und Alt zusammen. Diese Kooperationen sollen in Zukunft weiter ausgebaut werden. Auch mit örtlichen Vereinen sollen künftig mehr Veranstaltungen im Begegnungszentrum angeboten werden.
Ab 19. September wird es künftig eine Sonntagscafeteria von 15 bis 17 Uhr geben, wozu alle Hüttenberger eingeladen sind. Pfarrerin Andrea Ehrhardt hat die Initiative dazu ergriffen. An jedem Sonntag gibt es eine Andacht, Musik und Kaffee und Kuchen, den Hüttenberger Frauen dafür backen.