Leitbild Bildung & Qualifizierung
Wir, die Abteilung Bildung & Qualifizierung, stehen für bedarfs- und kundenorientierte Ausbil- dung und Qualifizierung und garantieren dauerhaft hohe Qualität insbesondere in der Bildung von Menschen mit besonderem Förderbedarf (z.B. junge Menschen mit Reha-Status, schwer vermittelbare Jugendliche und junge Erwachsene, Geflüchtete).
Bei der Entwicklung unserer Bildungsangebote nach dem Zweiten & Dritten Buch Sozialgesetz- buch (SGB II & III) berücksichtigen wir die Lage und die Entwicklung des Arbeitsmarktes und un- terstützen die Teilnehmer und Teilnehmerinnen bei der Eingliederung in den regulären Arbeits- markt in engmaschiger Zusammenarbeit mit Jobcenter und Arbeitsagentur.
Geschichte von B&Q (Bildung & Qualifizierung)
Mit dem Wiederaufbau des Klosters Altenberg 1953 nahm das Königsberger Diakonissen Mut- terhaus seinen Dienst in Wetzlar auf. 1954 wurde die Ausbildung junger Mädchen in der „Haus- wirtschaft“ auf Altenberg begonnen.
Im Lehrberuf „geprüfte Hauswirtschaftsgehilfin“ wurden von 1954 – 1975 unter der Leitung der Diakonissen Gertrud Worm und Frieda Kolang ca. 300 „Hauswirtschaftslehrlinge“ ausgebildet.
Der Erlass des Bundesministers für Arbeit vom 8.3.1954 gab das Berufsbild der „geprüften Hauswirtschaftsgehilfin“, die Berufseignungsanforderungen, die zu vermittelnden Kenntnisse und Fertigkeiten und die Prüfungsanforderungen vor.
Die Ausbildung im Anstaltshaushalt „Kloster Altenberg“ erfolgte in enger Zusammenarbeit mit den Lehrkräften der Mädchenberufs- und Berufsfachschule der Stadt Wetzlar.
Der Einsatz der „Lehrlinge“ geschah in den verschiedenen Anstaltsbereichen:
Küche, Waschküche, Wohnstationen, Speisesaal und Garten (mit Hühner- und Schweinestall). 1976 erfolgte dann die staatliche Anerkennung des Ausbildungsberufes in der Hauswirtschaft. Neue Vorgaben für die Zulassung als Ausbildungsbetrieb erforderten die räumliche Veränderung, die das Mutterhaus im Juli 1976 vollzog.
Die Ausbildungsorganisation und das Wohnheim für Auszubildende wurden nach Wetzlar, Haus Königsberg, verlegt.
Mit Inkrafttreten der Ausbildungsverordnung verlängerte sich die Ausbildungszeit 1979 auf 3 Jahre.
1999 trat die heute gültige Ausbildungsverordnung in Kraft. Bis heute werden ständig Auszubil- dende in der Königsberger Diakonie zu „Hauswirtschafterinnen“ ausgebildet.
Die Ausbildung erfolgt im dualen System und in konstruktiver, guter Zusammenarbeit mit der zuständigen Berufsschule, der Käthe-Kollwitz-Schule in Wetzlar. Der Ausbildungs- und Arbeits- einsatz der Auszubildenden erstreckt sich auf alle Bereiche der Hauswirtschaft in den Häusern der diakonischen Einrichtung der Königsberger Diakonie in Wetzlar.
Für die Vermittlung von Kenntnissen und Fertigkeiten stehen neben den Fachkräften in den ein- zelnen Arbeitsgebieten verschiedene Ausbilderinnen zur Verfügung.
Die Ausbildungsregelung für die Ausbildung „Helfer/in in der Hauswirtschaft“ wird 1978 getrof- fen. Sie wird 1995 durch eine Überarbeitung ergänzt. Seither werden im Rahmen einer auf die besonderen Bedürfnisse von Behinderten ausgerichtete Ausbildungsmaßnahme, in Zusammen- arbeit mit der Agentur für Arbeit Wetzlar, Mädchen und Jungen zunächst auf dem Altenberg, seit der Schließung des Klosters 2009 ausschließlich in Wetzlar ausgebildet.
2013 entstand die Idee die Abteilung Ausbildung Hauswirtschaft entsprechend der neuen Aus- bildungsverordnung zu erweitern und als Bildungsträger zu etablieren. Nach erfolgreicher Zertifizierung als Bildungsträger konnten wir eine weitere Maßnahme, „Qualifizierung und Beschäftigung“ erstmals anbieten die bis heute erfolgreich durchgeführt wird.
2017 kam die neue Maßnahme „Fachpraktiker Verkauf“ hinzu.
Zu jeder Zeit war und ist die Ausbildung und Qualifizierung junger Menschen, neben dem Dienst für die Menschen im Alter zu sorgen, eine Aufgabe, der sich die Königsberger Diakonie verpflich- tet fühlt.
In der Königsberger Diakonie sind heute ca. 18 ehemalige Auszubildende als versierte Fachkräfte tätig.
Kundenorientierung
Unser Leitbild wird allen Teilnehmern zu Maßnahmebeginn in Papierform ausgehändigt (in den Reha-Ausbildungen im Info-Ordner abgeheftet.).
Alle Mitarbeiter können es jederzeit im QM-Ordner einsehen.
Ziel unseres Leitbildes ist es, Lösungskonzepte zu gewährleisten, die sich ständig an den Forde- rungen und Erwartungen unserer Kunden und dem aktuellen Arbeitsmarkt orientieren.
Höchste Priorität genießt bei unseren Bildungsmaßnahmen die Zufriedenheit unserer Teilneh- mer und Auftraggeber sowie die erfolgreiche und langfristige Vermittlung auf den Arbeitsmarkt.
- Teilnehmer
- Betriebe
- Arbeitsagentur
- Jobcenter
- WII-Bank
- Mitarbeiter
Dabei sehen wir die Teilnehmer als Partner und verstehen uns als Moderator zwischen den Be- teiligten Agentur für Arbeit, Jobcenter, den Maßnahmeteilnehmern und zukünftigen Arbeitge- bern sowie kooperierenden Bildungsträgern. Anhand von Teilnehmer- sowie Kooperations- partnerfragebögen und deren Auswertungen, Teilnehmer-Feedback-Gesprächen, dem regelmä- ßigen Austausch mit den genannten Prozessbeteiligten sowie der Auswertung der von der Agen- tur zur Verfügung gestellten Statistiken stellen wir sicher, dass unsere Maßnahmen sich stetig weiterentwickeln und die Kundenorientierung und damit die erfolgreiche Vermittlung unserer Teilnehmer auf den Arbeitsmarkt immer im Vordergrund steht.
Vor diesem Hintergrund haben wir die folgenden Qualitätsgrundsätze definiert: Selbstverständnis und Menschenbild
Als christliches Unternehmen richtet sich der diakonische Auftrag von B&Q an alle Menschen die
Hilfe bedürfen, unabhängig von ihrer Zugehörigkeit zu Kirche, Religion, Weltanschauung oder Nationalität.
Der Erfolg jeglicher Förderungsmaßnahmen hängt nicht nur vom Erfolg der Prüfung und den beruflichen Kenntnissen und Fertigkeiten ab. Wesentlich sind auch die so genannten extrafunktionalen Qualifikationen. Dahinter verbergen sich die klassischen Arbeits- und Sozialtugenden, sowie berufs- und arbeitsplatzübergreifende Fähigkeiten und Kenntnisse.
Ohne soziale Kompetenzen scheitert die beste Fachfrau bzw. der beste Fachmann im beruflichen Alltag. Das folgende Schaubild zeigt drei Ebenen von Kompetenz, die es innerhalb der Maßnah- men zu vermitteln gilt. Das Selbstwertgefühl ist dabei Grundlage allen Lernens. Ohne ein positi- ves Selbstbild bleibt der Teilnehmer unsicher, ihm fehlt Motivation und somit die Basis für effek- tives Lernen.
Qualitätsmanagement wird systematisch betrieben
- Durch konsequente Anwendung und Evaluation des vorliegenden Handbuchs gewährleis- ten wir, dass alle Tätigkeiten, die Auswirkungen auf die Qualität unserer Leistungen ha- ben, geplant, gesteuert und überwacht werden.
- Durch Verfolgung einer "Null-Fehler-Strategie", sind wir bestrebt, ein größtmögliches Vertrauen bei unseren Kunden zu schaffen.
- Über den ständigen Dialog mit Kunden und Mitarbeitern prüfen wir die fortdauernde An- gemessenheit dieser Qualitätsgrundsätze jährlich.
Ständige Verbesserung
Unser Qualitätsmanagement fußt maßgeblich auf einer kontinuierlichen Verbesserung in allen Unternehmensbereichen. Ein hohes Maß an Kompetenz sowie qualitätsbewusstes Denken und Handeln aller Mitarbeiter unter Beherrschung unserer Prozesse ist Voraussetzung für eine stän- dige Verbesserung.
Personal
Voraussetzung für den Erfolg insbesondere von rehaspezifischer Ausbildung und Qualifizierung ist fachlich qualifiziertes und in der beruflichen Bildung von Menschen mit besonderem Förder- bedarf erfahrenes Personal. Für die Durchführung der Reha-Maßnahmen haben wir laut dem vorgegebenen Personalschlüssel in den Verdingungsunterlagen fachlich kompetentes Personal im Einsatz. Z.B. haben die Mitarbeiter der Ausbildung „Fachpraktiker*in Hauswirtschaft“ eine mindestens 5jährige, teilweise über 20jährige Berufserfahrung. Auch verfügen derzeit 4 Mitar- beiter über die rehaspezifische Zusatzqualifikation. Weitere Qualifizierungen sind geplant.
Die Kontinuität unserer Mitarbeiter gewährleisten wir durch die Festanstellung und somit unbe- fristete Beschäftigungsverhältnisse aller Ausbilder*innen, Sozialpädagogen*innen und Fachleh- rer*innen. Honorarkräfte sind bei der Durchführung der Maßnahme nicht eingesetzt.
Zur Sicherstellung der Qualität für die Durchführung der Maßnahmen ist vorgesehen, dass alle Mitarbeiter*innen im Laufe eines Maßnahmejahres mindestens 1-2 Tage Fort- und Weiterbil- dungen absolvieren.
Die Planung der Weiterbildungsmaßnahmen geschieht zu Jahresbeginn. Nach Vorlage und Ge- nehmigung durch den Vorstand werden die Anmeldungen für die einzelnen Weiterbildungen durchgeführt.
Wir nutzen dazu Weiterbildungsangebote verschiedener Institutionen, wie der Industrie- und Handelskammer, der Lebenshilfe, des Jugendbildungswerkes Gießen, des Mainwerk oder die Angebote des Instituts Johnson in Siegen. Die Themen der Weiterbildungen decken die Reflexion der betrieblichen Ausbildungspraxis, Pädagogik und Didaktik, Rehabilitationskunde, Projektar- beit, Arbeitkunde und Arbeitspädagogik ab. Auch nutzen unsere Mitarbeiter den 5-tägigen Bil- dungsurlaub, der jedem Mitarbeiter unseres Unternehmens gewährt wird, für zusätzliche fachli- che Weiterbildungen z. B. Grundlagen-Ausbildung zur Klientenzentrierten Beratung bei Dr. Peter Hohmann, zertifizierter Ausbilder der GWG.
- Alle durchgeführten Weiterbildungen und Schulungen werden dokumentiert. Die Teil- nahmebescheinigungen werden in der Personalakte der Mitarbeiter sowie im Fortbil- dungsordner der Leitung aufbewahrt.
Räumliche und sächliche Ausstattung
- Die Lernräume (Unterrichtsräume, Küchen, Werkräume) entsprechen nach Art und Aus- stattung modernen erwachsenenpädagogischen und fachlichen Kriterien und sind den Zielgruppen angepasst.
- Die genutzten Lern- und Sozialräume und die sanitären Einrichtungen entsprechen den Anforderungen der Arbeitsstättenverordnung.
Bildungsangebot
- Potentielle Maßnahmeteilnehmer erhalten von uns eindeutige Aussagen zur geforderten Eingangsqualifikation bzw. den Lernvoraussetzungen. Sie werden von uns persönlich be- raten um ein teilnehmerorientiertes und sachgerechtes Lernen zu ermöglichen.
- Das Lehr- und Lernmaterial entspricht den fachdidaktischen Anforderungen und Stan- dards und im Falle der Ausbildungen orientiert es sich engmaschig an Rahmenplänen der IHK.
- Allen Angeboten liegt ein didaktisch-methodisches Konzept zugrunde.
- Sämtliche Angebote sind auf Methodenvielfalt ausgerichtet. Individuelle Lernstrategien werden vorgestellt und gemeinsam erarbeitet- sowohl in Gruppen- als auch Einzelförde- rung.
- Lern- und Erfolgskontrollen, Feedbackrunden sowie Prüfungssimulationen geben Sicher- heit und verbessern den Unterrichtserfolg.
- Handlungsorientiertes Lernen hat einen großen Stellenwert. Daher sind externe Praktika in all unseren Maßnahmen besonders wichtig, um unser Ziel der erfolgreichen und lang- fristigen Vermittlung in Arbeit zu erreichen.
Teilnehmer
- Unsere Werbeaussagen sind wahrheitsgemäß und seriös.
- Bei unseren Maßnahmeangeboten herrscht Transparenz in Bezug auf: Zielsetzung, Teil- nahmevoraussetzungen, Teilnahmebedingungen, Abschluss, Dauer, Ort, Preis, Zahl der Unterrichtsstunden, eingesetzte Methoden, Prüfungsmodalitäten, Geschäftsbedingun- gen.
- Wir gewähren Rücktrittsmöglichkeiten in angemessener Frist und Kündigungsmöglichkei- ten aus wichtigem Grund.
- Wir erstellen aussagefähige Teilnahmenachweise bzw. Ausbildungszeugnisse, die mindes- tens den Namen der Organisation, Bezeichnung und Ziel der Veranstaltung sowie Inhalt, Zeitraum und Zahl der Unterrichtsstunden enthalten.
- Unsere Kostensätze entsprechen den Grundsätzen der Wirtschaftlichkeit und Sparsam- keit.

