Aktuelles

Ob aktuelle Veranstaltungen, Projekte oder Veränderungen in den Einrichtungen – hier finden Sie die wichtigsten Meldungen rund um die Königsberger Diakonie und ihre Häuser im Überblick.

24. Januar 2020

Helmut Müller und Christoph Thiel verabschiedet

Helmut Müller und Notar Christoph Thiel sind aus dem Verwaltungsrat der Königsberger Diakonie verabschiedet worden. Der Vorsitzende Jörg Ludwig dankte beiden für das jahrelange Engagement in dem ehrenamtlichen Gremium, das die Arbeit der Königsberger Diakonie begleitet. 

Helmut Müller (Waldgirmes) und Notar Christoph Thiel (Wetzlar) sind aus dem Verwaltungsrat der Königsberger Diakonie verabschiedet worden. Der Vorsitzende Jörg Ludwig dankte beiden für das jahrelange Engagement in dem ehrenamtlichen Gremium, das die Arbeit der Königsberger Diakonie begleitet. Der Verwaltungsrat wird von den Mitgliedern des Kuratoriums gewählt.
Thiel, dessen Eltern aus Königsberg in Ostpreußen geflohen waren, gehörte seit 1992 dem Gremium an. In dieser Zeit war er insgesamt Mal mit der Königsberger Diakonie in Kaliningrad, um den Kontakt zum einstigen Ursprungshaus der Diakonie zu pflegen.

Helmut Müller arbeitet seit 2007 in dem Gremium mit. Müller hat seine Erfahrungen als Verwaltungschef des Johannesstifts in Gießen, des Seniorenzentrums Linden und der darin beheimateten Diakoniestation bei der Königsberger Diakonie eingebracht.
Müller wird sich auch weiterhin als beratendes Mitglied im Verwaltungsrat einbringen. Zudem werden Müller und Thiel weiterhin im Kuratorium tätig sein. Neu in den Verwaltungsrat aufgenommen wurde Rechtsanwältin Bärbel Schäfer.

Bild: Jens-Michael Wolf vom Verwaltungsrat, Pfarrer Michael Perko vom Kuratorium, Helmut Müller, Anne Uebach, Bärbel Schäfer, Christoph Thiel sowie Eva Steinmetz, Vorstand und Jörg Ludwig, Vorsitzender. Es fehlt Dr. Frank Wagner.

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24. November 2019

Wiedersehen nach 55 Jahren

Im Fernsehen rühren Sendereihen wie „Vermisst“ bei RTL oder „Bitte melde dich“ bei Sat 1 regelmäßig die Zuschauer zu Tränen. In den Folgen suchen Menschen ihre Angehörigen. Die Moderatorinnen reisen um die ganze Welt, um Eltern und Kinder wieder zusammen zu führen. Nicht im Fernsehen sondern in der realen Welt hat sich solch eine rührende Geschichte zugetragen. Im Haus Königsberg an der Lahn der Königsberger Diakonie lebt seit zwei Jahren der heute 63-jährige Antony G..

Im Fernsehen rühren Sendereihen wie „Vermisst“ bei RTL oder „Bitte melde dich“ bei Sat 1 regelmäßig die Zuschauer zu Tränen. In den Folgen suchen Menschen ihre Angehörigen. Die Moderatorinnen reisen um die ganze Welt, um Eltern und Kinder wieder zusammen zu führen. Nicht im Fernsehen sondern in der realen Welt hat sich solch eine rührende Geschichte zugetragen. Im Haus Königsberg an der Lahn der Königsberger Diakonie lebt seit zwei Jahren der heute 63-jährige Antony G.. Ausschlaggebend dafür war ein Schlaganfall. Schon sein Name weißt auf eine Biografie hin, die nach dem Zweiten Weltkrieg häufig anzutreffen war. Seine Mutter Lieselotte aus Mittelhessen verliebt sich in einen amerikanischen Soldaten. Die Frucht dieser Liebe ist Antony, der 1956 das Licht der Welt erblickt. Doch Vater und Mutter bleiben nicht zusammen. Zudem ist Antony sehr krank, hat unter anderem Hirnhautentzündung. Die überforderte Mutter gibt den fünfjährigen Jungen in ein Heim der Stiftung Scheuern in Nassau an der Lahn. Als Antony acht Jahre alt ist, hat er seine Mutter ein letztes Mal gesehen. Danach hört er nie wieder von seiner Familie. In den siebziger Jahren hat er selbst versucht, die Mutter zu finden. Aber alle Briefe kommen als unzustellbar zurück. Kein Wunder, denn die Mama ist Anfang der 70er Jahre mit einem anderen Soldaten in die Vereinigten Staaten ausgewandert.
Antony hat noch weitere Heime kennengelernt, als Gärtnergehilfe gearbeitet und Schnitzereien hergestellt.
Iimmer wieder erzählt er einer seiner Betreuerin Gudrun Wessels von den alten Zeiten mit seiner Familie, an die er sich noch gut erinnere, vor allem an den letzten Besuch seiner Mutter im Heim zusammen mit seinen beiden kleinen Geschwistern. An dieser Stelle kommt das Internet ins Spiel, denn Gudrun Wessels beginnt im Sommer, im weltweiten Netz nach der Familie zu recherchieren. Im August landet sie endlich einen Volltreffer. In einer amerikanischen Todesanzeige aus dem Jahr 2011 findet sie die von Antony erwähnten Namen der Mutter und der Geschwister. Nach weiteren Recherchen gelingt es ihr sogar, die aktuellen Adressen zu den Namen herauszufinden. Im Auftrag von Antony schreibt die Betreuerin Briefe nach Amerika in der Hoffnung, dass die Briefe ihr Ziel erreichen.

Schon eine Woche später erhält Wessels bereits Reaktionen. „Den ganzen Tag hat das Telefon geklingelt“, erinnert sich die Betreuerin. Am anderen Ende der Leitung sind die verschollenen Verwandten aus den USA: Seine heute 84-jährige Mutter und deren Schwester, der Bruder seiner Tante, sein eigener Bruder und auch seine Schwester, die er 55 Jahre lang nicht mehr gesehen hat. „Auf beiden Seiten war die Freude riesig“, erzählt Wessels noch heute bewegt.

Nach einigen Monaten intensiven Kontaktes über Whatsapp ist es nun vor einigen Tagen endlich so weit. Anthony Gimbel bekommt Besuch aus Amerika. Er kann seine Mutter Lieselotte aus Pennsylvania, seine Tante Petra und deren Mann Don aus Kansas City sowie sein Cousine Stephanie aus Denver in die Arme nehmen. Die Familie will sich nun nicht mehr aus den Augen verlieren. Tägliche Telefongespräche dank WLAN machen die Distanz über den Atlantik zu einem Katzensprung. Für Antony hat sich der größte Wunsch seines Lebens erfüllt. Das hatte er kaum zu hoffen gewagt. Sein Bruder aus New York und seine Schwester aus Florida haben auch schon angekündigt, dass sie Antony besuchen wollen. Zudem hat die Familie eine Einladung an den 63-Jährigen ausgesprochen, doch einmal über den großen Teich mit dem Flugzeug zu kommen und zu sehen, wie sie in den Vereinigten Staaten leben. Antony hat es mit den eigenen Ohren gehört, dass ihn seine Familie sehr liebt. Das ist für ihn unendlich viel wert. Seine Verwandten haben ihm Schnitzmaterial besorgt. So kann er sich die Zeit bis zur nächsten Begegnung mit kleinen Arbeiten verkürzen.

Bild: Happy End für Antony G. und seine Mutter Lieselotte. Im Haus Königsberg können sie sich nach 55 Jahren wieder in die Arme schließen.
Foto: Gudrun Wessels

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10. Oktober 2019

Sebastian Rockel besteht Examen

Sebastian Rockel hat das Examen zur Altenpflegefachkraft bestanden. Einrichtungsleitung Anja 
Becker und Pflegedienstleitung Melanie Bott gratulieren von Herzen.
Sebastian Rockel (Mitte) hat das Examen zur Altenpflegefachkraft bestanden. Einrichtungsleitung Anja 
Becker und Pflegedienstleitung Melanie Bott gratulieren von Herzen und freuen sich, dass er seit 
1.10.2019 das Team im Seniorenzentrum Hüttenberg unterstützt. Dort hatte er auch seine praktische 
Ausbildung absolviert. Nun wünschen wir ihm viel Erfolg als Pflegefachkraft!
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