Geistliches Wort

„Eine biblische Geschichte ist wie eine lebendiger Raum, in du eingehen kannst, wie in den Schatten eines uralten Ölbaumes, der mit dem Wind des Himmels redet.“

Biblische Geschichten locken uns hinein in eine geheimnisvolle, manchmal ungesicherte und in eine aufregende Welt. Diese Welt ist in der Tat abenteuerlich, so abenteuerlich wie der lebendige Gott die Gemeinschaft und das Gespräch mit uns Menschen immer wieder neu sucht und findet.

Extreme des Lebens müssen dabei weder vor der Kirchentür noch vor der Tür des eigenen Lebens abgegeben werden.

Biblische Klänge bringen uns in Bewegung

Es kann ein Rauchen oder ein Rauschen entfacht werden. Ein vielfältiges Konzert bringt uns klangvoll in Bewegung: Menschen flehen und Gott antwortet. Gegner und Feinde höhnen. Freunde trösten. Höchstes Glück und Todesverlassenheit, Wimmern und Klagen, zartes Hoffen und grenzenloser Jubel, Aggression gegen Mächte und Mächtige, usw.

Die biblischen Beter und Autoren rufen ihren Schmerz und die Sehnsucht ihrer Hoffnung zu Gott hin. Dabei scheinen sie sich manchmal gar nicht sicher zu fühlen. Abgrundtief klagende, himmelhoch jauchzende, radikal ehrliche und auch rebellische Klänge entfachen einen Sturmwind der Gefühle. Klänge, die sich nicht „einzäunen“ lassen und nicht glatt kaltgestellt werden.

Dabei ist der lebendige Gott, der in der Bibel antwortet und im gelebten Leben bis heute, ein starkes Gegenüber mit einem weiten, großen Herzen. Auf seine Wachsamkeit und auf seine Aufmerksamkeit dürfen wir Menschen jederzeit aufs Neue hoffen, auf einen liebenden Vater, auf einen guten Hirten. Die Hoffnung gilt: dieser starke Gott ist mit der Welt noch nicht fertig. Und er ist auch mit unserem eigenen, kleinen Leben noch nicht fertig. Diese Geschichte geht weiter. Sie hat erst begonnen.